Beschluss: 7.2Natur und Artenvielfalt

Originalversion

1 **Schutz von Natur und Artenvielfalt**
2
3 Wussten Sie, dass der Spatz, der Laubfrosch und die Arnika
4 bereits
5 auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen? Wir kämpfen
6 für den wirksamen Schutz von Natur und Artenvielfalt. Denn
7 es ist die biologische Vielfalt an Tieren, Pflanzen und
8 Lebensräumen,
9 die unseren Planeten einzigartig macht. Sie ist aber
10 auch eine unverzichtbare Bedingung unseres Lebens, denn
11 sie versorgt uns mit sauberer Luft, fördert die
12 Fruchtbarkeit
13 unserer Böden, liefert die Grundlagen unserer Ernährung und
14 reguliert auf natürliche Weise unseren Wasserhaushalt und
15 unser Klima. Dabei verfolgen wir einen umfassenden Ansatz.
16 Der Schutz muss flächendeckend erfolgen – in den
17 Schutzgebieten
18 und auf der genutzten Fläche. Deshalb geht biologische
19 Vielfalt nicht nur die NaturschützerIn etwas an, sondern
20 zum
21 Beispiel auch die LandwirtIn und die Städte- und
22 VerkehrsplanerIn.
23 Die nationale Biodiversitäts-Strategie muss gestärkt
24 werden durch verbindliche Zeit- und Maßnahmenpläne sowie
25 Sanktionsmöglichkeiten und zusätzliche finanzielle Mittel.
26
27 Das absehbare Verfehlen des Ziels, bis zum Jahr 2010 den
28 dramatischen Artenverlust in Europa zu stoppen, ist Folge
29 einer
30 verfehlten Biodiversitätspolitik der großen Koalition: Wenn
31 es darauf ankommt, dann regiert Symbolpolitik und der
32 wirksame
33 Schutz der Natur muss zurückstehen. Wir wollen den
34 Erhalt der biologischen Vielfalt auf der Agenda wieder nach
35 vorne setzen. Gebraucht werden eine zielorientierte
36 Vernetzung
37 von Forschung, Wissenschaft und Politik auf allen
38 Handlungsebenen.
39 Die interdisziplinäre Biodiversitätsforschung
40 wollen wir stärker fördern und ein einheitliches
41 Biodiversitätsmonitoring
42 schaffen.
43
44 Wir wollen bestehende Schutzgebiete für bedrohte Natur
45 und gefährdete Arten sichern und neue schaffen. Das
46 unter Rot-Grün beschlossene Biotopverbundsystem muss
47 endlich umgesetzt und das nationale Naturerbe gesichert
48 werden. Analog zum Bundesverkehrswegeplan fordern wir
49 einen Bundeswildwegeplan, der zum Beispiel durch den Bau
50 von Grünbrücken der Zerschneidung von Lebensräumen für
51 Wildtiere entgegenwirkt. Wir werden eine Schwächung des
52 europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 nicht zulassen.
53 Im Gegenteil, die adäquate und dauerhafte europäische
54 Ko-Finanzierung muss sichergestellt werden. Der besonderen
55 Verantwortung, die Deutschland für den Schutz der
56 Buchenwälder
57 und der Nord- und Ostsee hat, ist die Bundesregierung
58 nicht nachgekommen. Das wollen wir ändern.
59
60 Aber auch unserer internationalen Verantwortung wollen
61 wir gerecht werden: Ein Stopp der weltweiten Entwaldung
62 hilft dem Klima und der biologischen Vielfalt, kann aber
63 auch
64 zur Überwindung der Armut in Entwicklungs- und
65 Schwellenländern
66 beitragen. Das von uns schon lange geforderte
67 Urwaldschutzgesetz
68 muss endlich kommen. Der Schutz der biologischen
69 Vielfalt muss in den nationalen und internationalen
70 Klimaschutzprozess integriert werden. Für den
71 internationalen
72 Waldschutz muss ein tragfähiges Finanzierungssystem mit
73 hohen
74 ökologischen und sozialen Standards geschaffen werden.
75 Dabei sind für uns die gleichberechtigte Einbeziehung und
76 Berücksichtigung
77 der Interessen indigener Völker sowie Gerechtigkeits-
78 und Menschenrechtsaspekte nicht verhandelbar.
79
80 Der Erhalt der Biodiversität und eine nachhaltige Nutzung
81 der Meere ist eine der zentralen Herausforderungen des
82 weltweiten
83 Natur- und Artenschutzes. Wir brauchen vernetzte
84 Meeresschutzgebiete mit hohen Schutzstandards, die hohen
85 Schad- und Nährstoffeinträge von Festland müssen konsequent
86 minimiert werden. Wir setzen uns für ein Ende der
87 Überfischung und des Rückwurfs von Beifängen ein. Auf
88 europäischer
89 Ebene wollen wir die Ausbeutung der Fischbestände
90 vor der Küste Westafrikas durch die EU beenden.

Der Text verglichen mit der Originalversion

1 **Schutz von Natur und Artenvielfalt**
2
3 Wussten Sie, dass der Spatz, der Laubfrosch und die Arnika
4 bereits
5 auf der Roten Liste bedrohter Arten stehen? Wir kämpfen
6 für den wirksamen Schutz von Natur und Artenvielfalt. Denn
7 es ist die biologische Vielfalt an Tieren, Pflanzen und
8 Lebensräumen,
9 die unseren Planeten einzigartig macht. Sie ist aber
10 auch eine unverzichtbare Bedingung unseres Lebens, denn
11 sie versorgt uns mit sauberer Luft, fördert die
12 Fruchtbarkeit
13 unserer Böden, liefert die Grundlagen unserer Ernährung und
14 reguliert auf natürliche Weise unseren Wasserhaushalt und
15 unser Klima. Dabei verfolgen wir einen umfassenden Ansatz.
16 Der Schutz muss flächendeckend erfolgen – in den
17 Schutzgebieten
18 und auf der genutzten Fläche. Deshalb geht biologische
19 Vielfalt nicht nur die NaturschützerIn etwas an, sondern
20 zum
21 Beispiel auch die LandwirtIn und die Städte- und
22 VerkehrsplanerIn.
23 Die nationale Biodiversitäts-Strategie muss gestärkt
24 werden durch verbindliche Zeit- und Maßnahmenpläne sowie
25 Sanktionsmöglichkeiten und zusätzliche finanzielle Mittel.
26
27 Das absehbare Verfehlen des Ziels, bis zum Jahr 2010 den
28 dramatischen Artenverlust in Europa zu stoppen, ist Folge
29 einer
30 verfehlten Biodiversitätspolitik der großen Koalition: Wenn
31 es darauf ankommt, dann regiert Symbolpolitik und der
32 wirksame
33 Schutz der Natur muss zurückstehen. Wir wollen den
34 Erhalt der biologischen Vielfalt auf der Agenda wieder nach
35 vorne setzen. Gebraucht werden eine zielorientierte
36 Vernetzung
37 von Forschung, Wissenschaft und Politik auf allen
38 Handlungsebenen.
39 Die interdisziplinäre Biodiversitätsforschung
40 wollen wir stärker fördern und ein einheitliches
41 Biodiversitätsmonitoring
42 schaffen.
43
44 Wir wollen bestehende Schutzgebiete für bedrohte Natur
45 und gefährdete Arten sichern und neue schaffen. Das
46 unter Rot-Grün beschlossene Biotopverbundsystem muss
47 endlich umgesetzt und das nationale Naturerbe gesichert
48 werden. Analog zum Bundesverkehrswegeplan fordern wir
49 einen Bundeswildwegeplan, der zum Beispiel durch den Bau
50 von Grünbrücken der Zerschneidung von Lebensräumen für
51 Wildtiere entgegenwirkt. Wir werden eine Schwächung des
52 europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 nicht zulassen.
53 Im Gegenteil, die adäquate und dauerhafte europäische
54 Ko-Finanzierung muss sichergestellt werden. Der besonderen
55 Verantwortung, die Deutschland für den Schutz der
56 Buchenwälder
57 und der Nord- und Ostsee hat, ist die Bundesregierung
58 nicht nachgekommen. Das wollen wir ändern.
59
60 Aber auch unserer internationalen Verantwortung wollen
61 wir gerecht werden: Ein Stopp der weltweiten Entwaldung
62 hilft dem Klima und der biologischen Vielfalt, kann aber
63 auch
64 zur Überwindung der Armut in Entwicklungs- und
65 Schwellenländern
66 beitragen. Das von uns schon lange geforderte
67 Urwaldschutzgesetz
68 muss endlich kommen. Der Schutz der biologischen
69 Vielfalt muss in den nationalen und internationalen
70 Klimaschutzprozess integriert werden. Für den
71 internationalen
72 Waldschutz muss ein tragfähiges Finanzierungssystem mit
73 hohen
74 ökologischen und sozialen Standards geschaffen werden.
75 Dabei sind für uns die gleichberechtigte Einbeziehung und
76 Berücksichtigung
77 der Interessen indigener Völker sowie Gerechtigkeits-
78 und Menschenrechtsaspekte nicht verhandelbar.
79
80 Der Erhalt der Biodiversität und eine nachhaltige Nutzung
81 der Meere ist eine der zentralen Herausforderungen des
82 weltweiten
83 Natur- und Artenschutzes. Wir brauchen vernetzte
84 Meeresschutzgebiete mit hohen Schutzstandards, die hohen
85 Schad- und Nährstoffeinträge von Festland müssen konsequent
86 minimiert werden. Wir setzen uns für ein Ende der
87 Überfischung und des Rückwurfs von Beifängen ein. Auf
88 europäischer
89 Ebene wollen wir die Ausbeutung der Fischbestände
90 vor der Küste Westafrikas durch die EU beenden.

Vorschlag

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